Hotel Hebron

12.04 2006 (6:56)

Vorgestern wurde Laure dann doch noch abgeholt und ich musste alleine in die Altstadt gehen (So wie es aussieht treffen wir uns aber heute in Jerusalem). Da an dem Tag gerade der Geburtstag des Propheten Mohammeds gefeiert wurde, waren fast nur Moslems bzw. Araber in der Altstadt anzutreffen.

Am naechsten morgen zog ich dann los um irgendeinen Schlafplatz zu finden. Mitten im arabischen Viertel fand ich dann das Hotel Hebron, welches gerademal 7 Franken fuer die Uebernachtung verlangt.

Zu meiner Besichtigungstour gestern gehoerte die Klagemauer, das armenische Viertel… und ein paar Kirchen noch dazu.

Als ich am spaeten Nachmittag durchs arabische Viertel ging, lud mich ein Araber ein zu einem Kaffee ein, gratis selbstverstaendlich – Ich habe zu spaet gemerkt, dass er mir dabei auch noch etwas verkaufen wollte. Ich trank meinen Kaffee und er versuchte erfolglos mich zum Kauf zu bewegen, doch als ich hartnaeckig blieb und gehen wollte, hielt er mich am Arm fest und verlangte, dass ich fuer den Kaffee 10 Shekel bezahlen solle. Ich riss mich los und hastete davon.

Am abend erzaehlte mir Marty, ein Englaender welcher schon ueber einen Monat in Jerusalem weilt, wie er sich in diesem Monat veraendert habe. Er trinke kein Alkohol mehr, kaum mehr Kaffee und rauche auch nicht mehr soviel. Und er habe das Gefuehl, dass er nun ein besserer Christ sei. Er sprach auch von einer 24/7-Kirche und lud mich ein mitzukommen. Da ich sowieso nichts anderes los hatte, ging ich mit. In der Kirche spielte ein Typ auf seiner Gitarren ein paar Worship-Songs… ansonsten waren nur etwa 3 andere Leute dort.

Etwa um 21 Uhr waren wir wieder zurueck im Hotel. Dort sprach ich mit einem Araber der im Hotel arbeitete. Als ich ihm sagte, ich sei Deutschschweizer und komme aus Bern, begann er fliessend Berndeutsch zu sprechen… 1980 ging er nach Bern um am Abendtech zu studieren. Er arbeitete in Guemligen, Ittigen und Buempliz, lebte in Schuepfen und Muenchenbuchsee… 1991 entschied er sich aber, wieder zurueck nach Jeruslaem zu gehen.

Ich werde heute noch einmal versuchen zum Tempelberg zu kommen. Allerdings ist es beinahe unmoeglich, da die israelischen Sicherheitskraefte immer sagen dass gerade nur Moslems reinduerfen oder dass ich durch ein anderes Gate reingehen koenne.

2 Responses to “Hotel Hebron”

  1. Mänu Says:

    Hehe, krass – Bärndütsch z’Israel…

  2. Daen Says:

    Zu geil ^^


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